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Mouvement Ecologique legt Einspruch gegen Kronospan-Anlage ein

Der Mouvement Ecologique und seine Regionale Süden haben sowohl bei der Gemeinde Sanem (im Rahmen der Kommodo-Prozedur) als auch beim Umweltministerium (im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung) Einspruch gegen eine geplante Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage der Firma Kronospan in Sanem eingelegt.

 

In dieser Anlage sollen 1.300 Tonnen Altholz pro Tag (!) verfeuert werden – Holz das aus ganz Europa herangeschafft werden würde. Wobei es wichtig ist zu wissen, dass es sich hierbei nicht um eine notwendige Anlage handelt, um die vor Ort entstandenen „Abfälle“ zu behandeln oder zu verwerten, sondern um die Anlieferung einer extrem hohen Menge an Altholz aus ganz Europa auf dem Gebiet der Gemeinde Sanem zu verbrennen!

 

Nach Ansicht des Mouvement Ecologique würde die Installation der geplanten Anlage zu erheblichen Störungen für die Anrainer*innen führen (Geruchsbelästigungen, Lärm…) und die Umwelt erheblich belasten (überschreiten der Luftemissionen usw.). Auch die Umwelt- und Lärmbelastung durch zusätzliche Fahrzeuge, die das Werk anfahren, ist nicht trivial. Zu den aktuell 70.000 LKW-Fahrten pro Jahr würden 50.000 weitere hinzukommen. Der Mouvement Ecologique kritisiert zudem, dass die kumulativen Effekte dieser neuen mit den bereits bestehenden Anlagen nicht zufriedenstellend dargelegt werden.

 

Der Mouvement Ecologique und seine Regionale Süden schlagen zudem eine Vorgehensweise vor, nach der gehandelt werden sollte, falls die Genehmigung für die höchst problematische Anlage doch erteilt werden sollte. Dies beinhaltet zuerst eine bereits geplante Gleisanlage genehmigt und gebaut wird und ein großer Teil des Verkehrs auf die Schiene verlagert wird.

 

Bei ihrem Einspruch im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung gehen der Mouvement Ecologique und seine Regionale Süden auch noch einmal spezifisch auf die das Schutzgut Pflanzen, Tiere sowie biologische Vielfalt ein.

 

25.05.2023