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Will das Landwirtschaftministerium den Luxemburger Bioaktionsplan mit importierten Bananen erfüllen?

Bio-Bananen dürfen nicht benutzt werden,um Statistiken aufzuwerten! Reaktion des Mouvement Ecologique auf rezente ministerielle Aussagen zur Ausschreibung betreffend des Schulobsts 2020/2021 durch das Landwirtschaftsministerium…der Mouvement Ecologique hatte vergangene Woche diesbezüglich Stellung bezogen.

Sowohl 2019/2020 als auch 2020/2021 schrieb das Ministerium im offiziellen Lastenheft 32% Bioobst vor. Dabei liegt die Brisanz darin, dass von diesen 32% vorgeschriebenem Bioobst sage und schreibe 27% Bananen sind, sprich quasi 85% des Bioobstes (diese müssen nämlich, laut Lastenheft, ausschließlich aus einer Fairtrade und biologischen Produktion stammen).

Der Minister bläht seine Zahlen was den Anteil von Bioobst angeht demnach sehr bewusst in erheblichem Ausmaß mit Bananen auf (und verschweigt dies selbstverständlich)! Fakt ist, dass der Minister – sowohl 2019/2020 als auch 2020/2021 – neben den Bananen, lediglich einen 5% Bio-Anteil für Obst im Lastenheft vorschreibt (wobei nicht einmal vorgegeben ist, dass es sich dabei um regionales Bioobst handeln muss.

Wenn die Regierung ihr erklärtes Ziel erreichen will, bis zum Jahre 2025 die Biolandwirtschaft in Luxemburg auf 20% auszubauen, so setzt dies jedoch voraus, dass Bioprodukte in öffentlichen Ausschreibungen einen weitaus höheren Stellenwert erhalten. Wenn die Verpflichtung, die Ziele eines PAN Aktionsplans „Biolandbau“ voranzutreiben, von einem Landwirtschaftsministerium bei einer öffentlichen Ausschreibung dermaßen ignoriert und mit Füßen getreten werden, kann nur von einem „Flopp“ die Rede sein. Dass der Minister versucht diese Tatsachen zu verschleiern, ist äußerst befremdlich und einer ehrlichen Diskussion über die Förderung des regionalen Anbaus und der biologischen Landwirtschaft nicht zuträglich.

 

Unsere gesamte Reaktion auf die rezente Aussage des Landwirtschaftministers Romain Schneider finden Sie in den Downloads