Von Amseln und Meisen: Vogelstimmenexkursion am Limpertsberg
Am Sonntag, den 26.04.2026, trafen sich rund 25 Naturbegeisterte um 08:30 Uhr im Park Tony Neumann am Limperstberg in Luxemburg-Stadt. Trotz frischer Temperaturen, aber bei strahlendem Sonnenschein, starteten sie in den Morgen zur Vogelbeobachtung. Unter der Leitung des Ornithologen Max Steinmetz erhielten die Teilnehmenden eine Einführung in die Welt der Vogelstimmen – denn die meisten Arten lassen sich an ihren Gesängen erkennen.
Dass die Exkursion im städtischen Raum stattfand, überraschte zunächst einige. Claire Wolff vom Mouvement Ecologique erklärte den Ansatz: Auch Städte sollen Lebensräume für Tiere bieten. Mit ausreichend Grünflächen wie vielfältig gestalteten Parks und Gärten, Alleen oder Fassadenbegrünung wird Natur auch hier erlebbar. Gerade für Einsteiger ist die geringere Artenvielfalt im Siedlungsraum von Vorteil – etwa 15 verschiedene Arten konnten gehört werden, eine ideale Grundlage, um erste Unterschiede im Zwitschern und Trillern zu lernen.
Langsam und aufmerksam ging es dann weiter über den Limperstberg: Neben Tauben, Amsel, Meisen und Buchfink am Park bei der Uni.lu, waren bei den Schrebergärten Spatzen zu hören, in den Hecken Dorngrasmücke, Heckenbraunelle, Rotkehlche und Zaunkönig. Auch erste Mauersegler, die aus Afrika zurückgekehrt sind, zogen am Himmel ihre Kreise, begleitet vom weiter entfernter tönenden Gesang einer Singdrossel.
Den Abschluss bildete ein gemütliches Beisammensein mit Kaffee und “Mëtsch” sowie einer kleinen Auswahl an Vogelliteratur aus der Oekobib (Bibliothek des Oekozenters) im Park. Ein schöner Start in den Sonntagmorgen!
Artenliste:
- Ringeltaube
- Türkentaube
- Haussperling
- Buchfink
- Rotkehlchen
- Zaunkönig
- Mauersegler
- Rabenkrähe
- Elster
- Heckenbraunelle
- Dorngrasmücke
- Star
- Kohlmeise
- Blaumeise
- Amsel
Die Gratis-App zur Hilfe bei der Bestimmung: Die “Merlin Bird ID”-App kann Ihnen bei der Bestimmung von Vogelgesängen helfen. Nehmen Sie einfach den unbekannten Ton auf und die App macht Ihnen Vorschläge, um welche Art es sich handelt. Die App basiert sich dabei auf einer riesigen Datenbank mit Millionen Beobachtungen und nutzt künstliche Intelligenz zur Erkennung.
29.04.26








