Nachhaltige Entwicklung
  • Print Friendly


Restopolis reell reforméiere – amplaz just e neien Ustrach ze ginn!

45.000 Gerichte für Jugendliche und Lehrer:innen täglich:
Biologisch, regional und gesund?! Die Entscheidung über die zukünftige Ausrichtung von Restopolis liegt bei Regierung und Parlament!

Derzeit wird in der Abgeordnetenkammer über die Umgestaltung des heutigen “Service Restopolis” des Erziehungsministeriums in eine eigenständige Verwaltung diskutiert.

Was etwas dröge und eher als rein administrativer Akt klingt, ist von herausragender Bedeutung für die Luxemburger Landwirtschaft, den Biolandbau, den Klima- und Biodiversitätsschutz und schlussendlich auch für das Wohlbefindenzahlreicher Jugendlicher und Lehrer:innen.

Restopolis ist verantwortlich für die Verpflegung der Kantinen und Cafeterias in den Bildungseinrichtungen und somit nach eigenen Angaben für über 45.000 Gerichte täglich. Derzeit entscheidet Restopolis selbst u. a. über die Herkunft der Produkte und die Menügestaltung.

Das Resultat: trotz einiger Verbesserungen in den letzten Jahren werden nur begrenzt biologische und regional produzierte Lebensmittel verwendet und auch das Angebot an vegetarischen und veganen Gerichten ist ausbaufähig.

Nun, da Restopolis mittels Gesetzesprojekt in eine Verwaltung umgestaltet werden soll, drängen der Mouvement Ecologique und die “Lëtzebuerger Landjugend a Jongbaueren” darauf, dass Restopolis seitens der Regierung und des Erziehungsministeriums (als federführendes Ministerium) klare, eindeutige und verbindliche Vorgaben erhält, was in Zukunft im Besonderen die Beschaffung der Lebensmittel betrifft.

In Zeiten, in denen der Biolandbau sowie die regionale Landwirtschaft in der Gesellschaft an Bedeutung gewinnen – die Lebensmittelproduktion “re-regionalisiert” werden soll – kann es nicht sein, dass der Staat in “seinen” Kantinen diese so wichtigen Fragen nicht ausreichend regelt.

Man stelle sich vor, was sich alles agrarpolitisch verändern würde, wenn Restopolis in einigen Jahren in einer engen Kooperation mit allen Landwirten regional produzierte und qualitativ besonders hochwertige Lebensmittel anbieten würde!?

Dies würde nicht nur dazu beitragen, dass über 45.000 Nutzer:innen in Lyzeen und anderen Bildungseinrichtungen täglich gesunde Lebensmittel erhalten, die Landwirte ein sicheres Einkommen haben, ohne im aktuellen Ausmaß vom Weltmarkt abhängig zu sein. Es wäre zudem von zentraler Bedeutung für den Erhalt der Biodiversität sowie den Schutz des Klimas.

Eigentlich eine “win-win“-Situation auf allen Ebenen.

Dabei gibt es de facto keine wirklichen Gegenargumente dazu. Es sei denn jenes, dass eine Struktur wie Restopolis nicht mehr einen zentralen Großeinkauf erledigen kann, sondern sich verstärkt bemühen müsste, mit kleineren Produzenten zusammen zu arbeiten. Dies würde von Restopolis – oder ihren Auftraggebern – ein fundamentales Umdenken in Richtung einer dezentraleren Organisation erfordern, im Rahmen derer auch die Schulgebäude ein Mitspracherecht hätten. Angesichts der zahlreichen Vorteile, die daraus entstehen, wäre dies ein zukunfsträchtiger Weg!

Mouvement Ecologique und “Lëtzebuerger Landjugend a Jongbaueren” setzen sich deshalb mit Entschiedenheit dafür ein, dass diesbezügliche klare Bestimmungen im Gesetz zu Restopolis -feste Mindestquoten für biologische und regionale Lebensmittel, die jährlich ansteigen müssten – aufgenommen werden.

Lesen die gemeinsame Stellungnahme sowie die Zusammenfassung in den Downloads.