Umweltpolitik
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Nei Rubrik am Info – Eng Fro? Eng Äntwert! (FAQs)

De Mouvement Ecologique an den Oekozenter Pafendall organiséieren zënter Joren de « Gréngen Telefon » 439030-1, als Ulafstell fir Leit zu Ëmweltthemen. Och dank enger Konventioun vum Oekozenter mam Ëmweltministère ka nach méi konsequent op Froen agaange ginn. Duerfir féiere mir eng nei Rubrik op eiser Homepage an am Kéisecker info an, an där mir méi oft gestalte Froen opgräifen. Eng Fro di ëmmer nees opkënnt:

Wie nah darf Ich Bäume und Hecken an meine Grundstücksgrenze pflanzen?

Die Antwort auf diese Frage befindet sich im Code Civil (Art. 671 & Art. 672). «Art. 671. (L. 29 juillet 1993) Il n’est permis d’avoir des arbres, arbrisseaux et arbustes dont la hauteur dépasse deux mètres qu’à la distance de deux mètres de la ligne séparative des deux héritages.Art. 672. (L. 29 juillet 1993) Le voisin peut exiger que les arbres, arbrisseaux et arbustes plantés à une distance moindre que la distance légale soient arrachés ou réduits à la hauteur de deux mètres, à moins qu’il n’y ait titre, destination du père de famille ou prescription décennale. Si les arbres meurent ou s’ils sont coupés ou arrachés, le voisin ne peut les remplacer qu’en observant la distance légale. Art. 672-1. (L. 29 juillet 1993) Celui sur la propriété duquel avancent les branches des arbres, arbustes et arbrisseaux du voisin peut contraindre celui-ci à les couper. Tant qu’il renonce à l’exercice de ce droit, il peut s’approprier les fruits poussant sur ces branches. Si ce sont des racines, ronces ou brindilles qui avancent sur son héritage, il a droit de les couper lui-même à la limite de la ligne séparative. Le droit de couper les racines et les branches ou de faire couper les branches des arbres est imprescriptible.Néanmoins, le droit de couper les racines et les branches ne s’applique pas aux arbres protégés par la législation sur la conservation de la nature ou la protection des sites et monuments nationaux ainsi qu’aux arbres de lisières, âgés de plus de trente ans et faisant partie d’un massif forestier de plus d’un hectare.»

Demnach müssen Bäume und Hecken, die eine Höhe von 2m überschreiten, einen Abstand von 2m von der Grundstücksgrenze einhalten (Art. 671). Wird dieser Abstand nicht eingehalten, kann der Nachbar verlangen, dass die Hecken und Bäume, die weniger als 2m Abstand zu der Grundstückgrenze haben, entfernt oder auf 2m Höhe zurückgeschnitten werden (Art. 672). Es gibt jedoch drei Ausnahmefälle, zu diesem Klagerecht des Nachbarn:
• Wenn der Besitzer der strittigen Pflanzung einen Nachweis (authentische Urkunde) besitz, welche eine Vereinbarung unter Nachbarn konkretisiert.

* Wenn „die Nutzung des guten Familienvaters“ zutrifft: dieser wenig explizite Begriff besagt, dass beide Grundstücke ursprünglich nur ein Grundstück bildeten und dass es später zu einer Teilung dieses Grundstücks kam, woraus sich die Nichteinhaltung der bei Anpflanzungen vorgeschriebenen Entfernungen erklärt.
• Wenn die Nichteinhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Entfernungen seit über 10 Jahren besteht, ohne dass der Nachbar jemals gerichtlich dagegen vorgegangen ist. Trifft eine dieser Situationen zu, können Bäume oder Hecken auf weniger als 2m Distanz zu der Grundstücksgrenze mehr als 2m Höhe behalten, ohne dass der Nachbar eine Beschneidung oder Entfernung einklagen kann. Sterben diese Hecken oder Bäume ab oder werden durch andere Gründe entfernt, müssen neue Planzungen die gesetzlich vorgeschriebene Distanz von 2m zur Grundstücksgrenze einhalten bzw. beginnt die 10-Jahres Verjährung wieder bei null.

Darf mein Nachbar verlangen, dass ich Zweige und Wurzeln von auf meinem Grundstück gepflanzten Bäumen und Hecken, die auf sein Grundstück hinüberragen, entferne?
Ja, wenn Zweige und/oder Wurzeln auf das Grundstück des Nachbarn hinüberragen, kann dieser verlangen, dass der Besitzer der Bäume oder Hecken die Zweige und Wurzeln auf dem eigenen Grundstück entfernt. Bzw. hat er das recht dies selber zu tun. Zusätzlich hat er das Recht, die Früchte, welche auf herüberragenden Ästen wachsen selber zu ernten. Diese Rechte unterliegen auch nicht der 10-Jahre-Verjährungs-Ausnahme. Äste und Wurzeln können also auch noch nach 10 Jahren Bestand vom Nachbarn auf dem eigenen Grundstück entfernt werden. Ausnahme: Das Recht, Wurzeln und Äste abzuschneiden gilt nicht für Bäume, die durch das Naturschutzgesetz oder über den Denkmalschutz geschützt sind. Auch Randbäume, die mehr als 30 Jahre alt und Teil eines Waldmassivs von mehr als einem Hektar sind, sind von diesem Recht ausgenommen. Empfehlung: Wenn möglich den Dialog zum Nachbarn suchen und eine Lösung finden mit welcher beide Parteien leben können.

 

 

 

 

 

 

 

Erscheinungsdatum: 18.11.2020
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