Däin Ouer fir d’Biodiversitéit

Was schnauft und raschelt denn da im Garten… ?

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Haben Sie den Igel in unserem Clip erkannt?

Wenn es nachts ganz still ist, kann man den Igel bei seiner Suche nach Käfern und anderen Kleingetier im Garten schnaufen und schmatzen hören. Oft hört man ihn auch durch das Rascheln von trockenem Gras und Blättern laufen. Leider überdeckt  der Lärm vom Autoverkehr und Flugzeugen in der Nacht die spannenderen Geräusche des Keiseckers.

 

Lebensweise und Ansprüche

Der Igel ist in der Dämmerung und nachts aktiv. Tagsüber schläft er in seinem Unterschlupf, oft unter einem Haufen von Ästen und Blättern. Außer in der Paarungszeit ist er ein Einzelgänger. Dabei legt er jede Nacht auf der Suche nach Nahrung 1–2 km zurück. In den Wintermonaten hält der Igel Winterschlaf.

Er braucht eine strukturreiche Landschaft mit Brachen und Säumen entlang von Feldern und Wiesen, wo viele Käfer, Ohrwürmer, Tausendfüßler und Regenwürmer leben.

 

Gefahren für den Igel

Die ausgeräumte Agrarlandschaft und das Insektensterben machen es dem Igel heutzutage schwer genug Nahrung zu finden. Zudem ist sein Lebensraum durch Straßen stark zerschnitten, sodass er trotz seiner Stacheln leider keine Chance gegen den Straßenverkehr hat. Auch Mähroboter, die nachts laufen, können für den Igel tragisch enden.

 

 

Verbreitung in Luxemburg

Durch eine Citizen-Science-Aktion von 2019 bis 2021 konnte der Mouvement Ecologique mit Hilfe engagierter Bürger:innen 259 Beobachtungen dokumentieren. Dabei zeigte sich, dass die Art im Ösling (Norden Luxemburgs) quasi verschwunden ist, und auch im Gutland (Süden) oft in der lebensfeindlichen Agrarlandschaft nicht mehr vorkommt. Heute hat sich der Igel daher in die Gärten unserer Dörfer und Städte zurückgezogen – aber auch dort hat er es wegen aufgeräumter Gärten und steriler Rasenflächen nicht leicht.

 

Wie können Sie dem Igel helfen?

  1. Lassen Sie die Natur in Ihrem Garten Natur sein. Nicht alles muss „ordentlich“ gemäht und aufgeräumt sein. Im Gegenteil. Lassen Sie stattdessen einen Haufen aus Blättern und Ästen in einer Ecke liegen, damit er einen Platz zum Ausruhen und Schlafen findet.
  2. Pflanzen Sie einheimische Stauden und Gräser an, diese ziehen Insekten usw. ein, die eine gute Nahrung für den Igel sind.
  3. Igel brauchen einen Lebensraum von der Größe von etwa 8 Fußballfeldern. Wenn Sie – falls Sie einen haben – ein 10×10 cm großes Loch zum Zaun zum Nachbargarten schneiden, können die Igel mehrere Gärten als Revier nutzen.

 

Viele weiterführende Infos, wie Sie Ihren Garten igelfreundlich gestalten können, sowie weitere Infos zum Igel finden Sie hier: Naturelo