Soziales Car-Leasing: Entwicklung eines Konzepts für Luxemburg
Das soziale Car-Leasing ist ein wichtiger Baustein für eine gerechte Verkehrswende. Im Auftrag des Umweltministeriums führte Luxmobility eine Studie durch und präsentierte konkrete Vorschläge, wie ein solches System in Luxemburg ausgestaltet werden könnte. Der Mouvement Ecologique beteiligte sich an diesem Prozess und nahm auch an der Präsentation der Studie teil.
Luxmobility und die auf nachhaltige Verkehrsplanung spezialisierte Beraterfirma Fier untersuchten die Machbarkeit eines Elektroauto-Leasings für Haushalte mit geringen finanziellen Ressourcen. Ziel ist es, diesen Haushalten den Ausstieg aus der Kostenfalle ihrer fossilen Fahrzeuge zu ermöglichen und ihnen den Zugang zu einem günstigeren, zur Familiensituation passenden Elektroauto zu erleichtern. Dies soll durch ein Leasing zu besonders günstigen Konditionen auch für die Wartung und die Versicherung des Fahrzeugs umgesetzt werden. Die Studie empfiehlt eine Integration des Klimabonus “Mobilität”, also der staatlichen Beihilfen für eine Elektro-Mobilität, um den Preis des Leasings zusätzlich zu senken. Das System soll auf Haushalte begrenzt werden, die bereits heute Empfänger der staatlichen Hilfen REVIS und “Allocation de Vie Chère” sind. Begleitet werden soll das Leasing durch einen Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur sowie eine breite Auswahl an geeigneten Fahrzeugen.
Für die Studie wurden Vertreter:innen der Leasing- und Automobilbranche sowie des Sozial- und Umweltsektors einbezogen. In gut organisierten Workshops wurde diskutiert, wie die Idee konkret in die Praxis umgesetzt werden soll. Der Mouvement Ecologique war an diesen Workshops beteiligt.
Die Studie liefert klare Empfehlungen, die nun von den zuständigen Ministerien umgesetzt werden sollen.
Im Laufe der Studie setzte sich der Mouvement Ecologique dafür ein, dass der Zugang zu diesem Leasing für Menschen mit geringen finanziellen Ressourcen so einfach wie möglich gestaltet werden sollte. Er sollte unabhängig von der Entfernung zum Arbeitsplatz oder Anbindung an den öffentlichen Transport sein – die Überprüfung dieser Kriterien würde die Nutzung der Hilfen zu sehr erschweren. Diese Ansicht hat sich im finalen Entwurf auch durchgesetzt.






