Gemeinsamer Einsatz gegen die Deregulierung der Pestizid-Gesetzgebung

Auf einen Aufruf vom Pesticide Action Network Europe hin hat der Mouvement Ecologique Anfang Dezember zusammen mit natur&ëmwelt und Greenpeace einen ausführlichen Brief an den EU-Kommissar Christophe Hansen, die luxemburger EU-Abgeordneten sowie an die nationalen Ministerien für Gesundheit, Umwelt und Landwirtschaft gesendet.

 

Die Umweltorganisationen fordern sie darin auf, sich klar gegen die geplanten, hochproblematischen Änderungen im sogenannten „Omnibus“-Vorhaben zur Lebens- und Futtermittelsicherheit zu positionieren.

 

Der Omnibus ist ein Gesetzespaket der EU, das mehrere Regelungen gleichzeitig verändern soll – angeblich zur „Vereinfachung“. Im aktuellen Entwurf würde dies jedoch zu einer massiven Deregulierung im Pestizidbereich führen: Unter anderem könnten gefährliche Wirkstoffe unbefristet zugelassen werden (aktuell müssen sie alle paar Jahre regelmäßig zum Schutz von Gesundheit und Umwelt anhand neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse re-evaluiert werden), wichtige wissenschaftliche Neubewertungen wegfallen und Übergangsfristen zur Nutzung trotz schon ausgesprochener Verboten extrem verlängert werden. Dies würde den Schutz von Bürger:innen, Umwelt, Biodiversität und besonders von Kindern und Landwirt:innen drastisch schwächen.

 

Der Mouvement Ecologique und seine Partnerorganisationen machen deutlich: Die Bevölkerung fordert und braucht mehr Schutz vor Pestiziden, nicht weniger. Deshalb setzen sie sich entschlossen dafür ein, dass die EU und die nationalen Regierungen diese fatale Rückentwicklung stoppen.

 

Die Briefe (französisch) finden Sie in den Downloads.

 

 

09.12.2025