Dringender Bedarf an Reformen für Transparenz bei Emissionen großer Tech-Unternehmen: Mouvement Ecologique schließt sich internationalen Forderungen an
Der Mouvement Ecologique unterstützt die Positionen von Beyond Fossil Fuels und dem Natural Resources Defense Council (NRDC) zur geplanten Überarbeitung der Scope-2-Leitlinien des „Greenhouse Gas Protocol“ (GHGP).
Was technisch und kompliziert klingt, ist äußerst wichtig für den Energieverbrauch der großen Tech-Unternehmen, also auch Google.
Die seit über zehn Jahren bestehenden Regeln der Berichterstattung von Unternehmen zu ihren Emissionen durch den Stromverbrauch sind nicht mehr zeitgemäß, denn sie bilden nicht die realen Emissionen wieder und stellen keine wirksame Dekarbonisierung der Stromsysteme sicher.
Unter den aktuellen Regeln können Unternehmen weiterhin Strom, der zu großen Teilen aus fossilen Quellen stammt, verbrauchen und gleichzeitig über Zertifikate aus weit entfernten Anlagen „Nullemissionen“ geltend machen. Dies ist sogar dann möglich, wenn ihr zusätzlicher Strombedarf den Ausbau neuer fossiler Kraftwerke antreibt. So wird der Bedarf eines neuen Datenzenters von Meta (Facebook, Instagram, Whatsapp) in Louisiana, durch den Bau eines neuen Gaskraftwerks gedeckt. Die bestehenden Regeln des Greenhouse Gas Protocol ermöglichen es die Emissionsbilanz „sauber zu rechnen“
Der Mouvement Ecologique unterstützt daher ausdrücklich die in diesem Brief gestellten Forderungen nach Reformen dieser Regeln, insbesondere:
- die „lokale Zuordnung“ von erneuerbarem Strom, damit die von den Unternehmen dargestellte Nutzung von erneuerbaren Energien auch wirklich eine Minderung der Emissionen in den von ihnen genutzt Netzen widerspiegeln,
- die stündliche Übereinstimmung von Erzeugung und Verbrauch, um zu zeigen, dass die Energie da erzeugt wird, wo sie gebraucht wird. Zusätzlich sollen diese Unternehmen in Produktion- und Speicherkapazität investieren, um die Stunden zu überbrücken, wo erneuerbare Energien bisher weniger liefern können.
Sauberer Strom, der für Scope-2-Ansprüche genutzt wird, muss aus neuen oder kürzlich erneuerten Anlagen stammen, damit der wachsende Strombedarf – insbesondere durch große Technologieunternehmen – nicht zu neuen fossilen Kapazitäten führt oder auf Kosten der Allgemeinheit geht. Große Unternhemen sollen in den zusätzlichen Ausbau von erneuerbaren Energien investieren, um fossile Energien aus den Netzen zu verdrängen.
Eine ambitionierte Reform der Scope-2-Regeln ist ein zentraler Hebel für glaubwürdigen Klimaschutz, faire Strompreise und eine effiziente Energiewende.
Zum vollständigen Positionspapier und den Forderungen der Organisationen: HIER
03.02.2026






