Engagement zeigt Etappensieg: EFSA bestätigt Belastung – der Tagesdosiswert von TFA wurde gesenkt
Trifluoressigsäure (TFA) ist ein PFAS-Abbauprodukt, das massenhaft aus Pestiziden, Kältemitteln und anderen Industriechemikalien entsteht und sich unaufhaltsam in Trinkwasser, Böden und sogar in Lebensmitteln wie Getreide und Wein anreichert (cf. Studien von PAN Europe und Mouvement Ecologique aus 2024 & 2025).
Umweltverbände, wie der Mouvement Ecologique, haben in den letzten Jahren vermehrt Druck gemacht, damit die negativen Folgen von TFA gründlicher untersucht und Grenzwerte (u.a. Aufnahme durch Lebensmittel, Gehalte im Wasser) angepasst werden.
Dies mit einem wichtigen Erfolg!
Am 22. Juli 2026 hat die europäische Lebensmittelbehörde EFSA bestätigt, wovor die Umweltverbände gewarnt haben: TFA ist deutlich giftiger, als bisher von offizieller Seite aus angenommen. Der zulässige Tagesdosiswert (ADI) – also jene Menge, die ein Mensch täglich sein ganzes Leben lang ohne gesundheitliches Risiko aufnehmen kann, – wurde jetzt um 72 % gesenkt. Nachgewiesene Gesundheitsrisiken sind unter anderem Schilddrüsenstörungen mit Folgen für die fötale Hirnentwicklung, Leberschäden und verminderte Spermienqualität. Dies folgt u.a. als Konsequenz auf die Einstufung von TFA als fortpflanzungsschädigend durch die Chemikalienagentur ECHA im Juni.
Ein wichtiger Etappensieg – doch selbst die neuen Werte gelten Fachleuten als zu lasch, da mögliche Krebsrisiken und Effekte auf die Hirnentwicklung noch gar nicht untersucht wurden.
Klar ist: Wasser und Böden sanieren alleine reicht nicht (ist auch nur begrenzt möglich) – die Belastung sinkt nur, wenn PFAS-Pestizide, F-Gase und andere TFA-Quellen an der Wurzel verboten werden. Und hier müssen die EU aber auch Luxemburg noch weitaus konsequenter handeln.
27.08.26





