Tagesseminar: Méi Gréngs an eise Gemengen – 24. April 2026 – Fir eng méi kohärent Gréngplanung – vun der Visioun zur Ëmsetzung

Download(s)

Am Freitag, den 24. April 2026 von 9.15 – 16.45 Uhr im „Centre de conférences de la Confiserie Namur – 2, rue de Bitbourg – L-1273 Hamm (Stadt Luxemburg)

 Die Veranstaltung richtet sich an Verantwortliche von Gemeinden und Gemeindediensten, Naturschutzsyndikaten, Stations biologiques, Planungsbüros sowie an engagierte Akteur:innen im Bereich des Naturschutzes und der Gemeindeentwicklung.

Programm

09:15  Begrüßung – Chancen und Herausforderungen –  Mouvement Ecologique

09:30 Innerstädtische Grünstrukturen erhalten und fördern – auch für uns Menschen:

„Naturpakt“ und „Klimaadaptationsstrategie“ – die spezifischen Anreize zur Durchgrünung in beiden Instrumenten

  • Was sind die zentralen Punkte der nationalen Klimaadaptationsstrategie im Bereich Durchgrünung? Welche Rolle spielen die Gemeinden? Welche Hilfestellung erhalten sie? – Milan Loreti, Umweltministerium
  • Welche Initiativen werden primär im „Naturpakt“ gefördert bezüglich Durchgrünung? Wo stehen wir? – Valérie Spaus, Klima-Agence

Konkrete Fallbeispiele aus Luxemburg – was wird schon wo umgesetzt?

  • Dank des Naturpaktes gestalten zahlreiche Gemeinden ihre Grünflächen zunehmend naturnah – umgesetzt meist durch Biologische Stationen und Naturschutzsyndikate  – Wie verläuft die Planung in der Praxis? Wie wird der Bestand erfasst und ein Maßnahmenkonzept entwickelt? Wie werden Gemeindedienste eingebunden? Welche Potenziale bieten sich u.a. an den Schnittstellen zu Klimaanpassung und Lebensqualität? – Lisa Siebenaler, SICONA & Tom Dall’Armellina, SIAS
  • Luxemburg-Stadt verfolgt eine ambitionierte Strategie für eine grünere Die praktischen Maßnahmen basieren auf einem Plan, wie die Stadt «grüner» werden soll und sich der Klimaadaptation stellen kann. – Pierre Schmitt, Umweltbeauftragter der Stadt Luxemburg

10:30  Pause

10:50 Grünplanung : Tierarten und Menschen zusammen denken

In Deutschland wird in einer steigenden Anzahl von Ortschaften die Planung der Ortschaften zum Teil neu gedacht: Der Ausgangspunkt: Menschen haben einen Bezug zu den Tieren ihrer Ortschaft, Arten sollen geschützt werden und nicht als störende Elemente für die Umsetzung von Projekten angesehen werden. Beim Konzept des „Animal-Aided Design“ werden Tiere die Bedürfnisse von Zielarten in die Planung, z.B. von aktuellen Wohnungsbauprojekten und städtebaulichen Projekten, einbezogen. Sie werden als Mitbewohner und Mitgestalter der Ortschaften gesehen.

  • Wie genau sieht das Konzept aus und welche Vorteile bietet es?
  • Inwiefern werden dabei Vorgaben des Biodiversitätsschutzes einbezogen?
  • Was bringt das Konzept im Rahmen der Klimaadaptation?

Thomas E. Hauck, ist Landschaftsarchitekt, Partner bei „Polinna Hauck Landscape+Urbanism” und Managing Director von „Studio Animal-Aided Design”. Er leitet gemeinsam mit Susann Ahn die Professur für Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung an der TU Wien. Er befasst sich zudem mit der Natur im urbanen Kontext, selbstdynamischen Prozessen sowie multispeziesorientierten Ansätzen in Stadt- und Freiraumplanung.

 11:30  Lust auf Natur und Hitzeminderung verbinden (online)

Zürich grüner! – Verbesserung des Stadtklimas und Steigerung der Biodiversität

Mit umfassender Planung und vielfältigen Programmen in puncto Natur, Klima und Wohlergehen der Bewohner:innen steuert Zürich auf die Zukunft zu. Besonders eindrücklich ist dabei das Programm Stadtgrün, das 2023 durch eine Volksinitiative ins Leben gerufen wurde – der Wille der Einwohner:innen war klar: Zürich soll grüner werden! Das 2024 angelaufene Programm entfaltet zielgerichtet Wirkung – es hilft mit, Zürich zu kühlen, attraktiver zu gestalten und die Biodiversität zu erhöhen und damit die strategischen Grundlagen (Fachplanungen) konkret umzusetzen. Neben finanziellen Anreizen für Private werden im öffentlichen Raum konkreten Maßnahmen wie Entsiegelungen, ökologische Aufwertungen und Baumpflanzungen rasch umgesetzt.

  • Wie setzt die Stadt Zürich das Programm Stadtgrün konkret um und leistet damit einen Beitrag an mehr Grün?
  • Wie werden private Grundeigentümer:innen motiviert und miteinbezogen?

Sara Bischof, Grün Stadt Zürich, ist Leiterin der Fachstelle Stadtgrün bei Grün Stadt Zürich und verfügt über umfassende Erfahrung in der Verwaltung und der Entwicklung strategischer Konzepte für grüne Themen und Projekte. Sie ist verantwortlich für die Umsetzung des Programm Stadtgrün zur Verbesserung des Stadtklimas und entwickelte die vielfältigen Maßnahmen des dazugehörigen Förderprogramms.

 12:00  Diskussion und Ausblick

12:30 Walking Lunch

13:30 Ansprache von Serge Wilmes, Umweltminister

13:40 Stadtnatur planen : Biodiversität gezielt in die Stadtentwicklung integrieren (online)

Mit der Fachplanung Stadtnatur verfolgt die Stadt Zürich einen systematischen Ansatz zur Förderung der biologischen Vielfalt. Gleichzeitig werden Synergien mit anderen städtischen Zielen wie Klimaanpassung und Freiraumqualität gestärkt. Ziel ist es, den Anteil ökologisch wertvoller Lebensräume innerhalb des Siedlungsgebiets bis 2040 mit gezielten Maßnahmen auf 15 Prozent zu erhöhen und ein Netzwerk von miteinander verbundenen Lebensräumen aufzubauen.

Lebensräume sichern, aufwerten und neu schaffen – sowohl im öffentlichen Raum als auch auf privaten Flächen. Die Fachplanung bildet hierfür eine strategische Grundlage und zeigt auf, wie ökologische Qualitäten langfristig gestärkt und räumlich vernetzt werden können.

  • Welche Ziele verfolgt die Fachplanung Stadtnatur und wie werden diese umgesetzt?
  • Mit welchen Instrumenten und Maßnahmen wird die ökologische Vernetzung innerhalb des Siedlungsraums verbessert?
  • Wie werden unterschiedliche Akteur*innen in die Umsetzung der Ziele eingebunden?

Antonia Eisenhut, Grün Stadt Zürich, absolvierte ein Studium der Geographie an den Unis Fribourg, Barcelona und Bern. Diverse Projektleitungs- und Führungspositionen in den Bereichen alpine Schutzgebiete und Gewässerschutz. Seit 2024 als Projektleiterin Stadtökologie bei Grün Stadt Zürich. Verantwortlich für die Koordination der Umsetzung der Fachplanung Stadtnatur sowie die Biotoptypenkartierung.

14:10 Die derzeitigen Planungsinstrumente in Luxemburg – Welche Vernetzungsmöglichkeiten gibt es

Welche verschiedenen Planungsinstrumente und -prozesse gibt es bereits heute auf der Ebene des Biodiversitätsschutzes sowie der Klimaadaptation. Dies sowohl auf nationaler / und regionale Ebene, kommunaler Ebene sowie auf Ebene der Quartiers- und Objektplanung.

Wie werden bereits heute Verknüpfungen hergestellt? Welche Überschneidungen gibt es? Welche Optimierungen könnten angedacht werden?

Vertreter/innen der Arbeitsgruppe Nachhaltige Entwicklung / Biodiversität des Ordre des Architectes et Ingénieurs-Conseils:

Anita Baum, Raum- und Umweltplanerin, Luxemburg / Lex Faber, Stadt- und Raumplaner, Luxemburg / Franziska Hoppe, Naturwissenschaftlerin, Luxemburg

14:40 Workshop: Voraussetzungen für eine integrierte Planung in Luxemburg

Eine integrierte Grünplanung von Biodiversitätsschutz und Klimaschutz wäre ein anstrebenswertes Ziel.

Stellt sich die Frage, welche Optimierungen der Planungsprozesse sinnvoll wären (sei es auf legaler, administrativer, organisatorischer oder finanzieller Ebene), damit sie besser verknüpft, erleichtert, einfacher gestaltet sind und gleichzeitig dazu beizutragen, dass sie noch „schlagfertiger“ werden und den Klima- und Biodiversitätsschutz voranbringen.

Und wie durch eine integrierte Planung auch Prozesse vereinfacht, Zeit und Geld gespart werden können und gleichzeitig für die Gemeinde eine optimierte Zukunftsvision entwickelt werden kann.

In Kleingruppen sollen, aufgrund der gemachten Erfahrungen, entsprechende Lösungsansätze diskutiert werden. Eine Eintei-lung der Teilnehmer:innen gemäß der sprachlichen Kenntnisse ist möglich (Luxemburgisch/Deutsch sowie Französisch), wobei folgende Fragestellungen prioritär thematisiert werden:

Welche Optimierungen bei bestehenden Planungsprozessen sowie weitere Verknüpfungen wären sinnvoll? Welche Datengrundlagen müssen noch erarbeitet werden und auf welcher Ebene (kommunal, national) sollte dies erfolgen? Wer wären die verantwortlichen Akteure? Braucht es legale Veränderungen oder „lediglich“ ein besseres Ineinandergreifen? Wie würden sich die Planungen je nach städtischem oder ländlicheren Kontext in den Gemeinden unterscheiden?…

Diese und andere Fragen sollen im Rahmen des Workshops gemeinsam besprochen werden. Angestrebt wird, erste Elemente für einen weiteren Prozess zusammenzutragen und somit einen Beitrag für eine optimierte Planungskultur in Luxemburg zu leisten.

16:15 Vorstellung der Ergebnisse des Workshops und Diskussion 16:45 „Patt“ / Pot de l‘amitié

 


Anmeldung:

Um am Seminar teilzunehmen ist eine Anmeldung per Mail bis zum 17. April an inscription@meco.lu oder per Telefon 43 90 30 – 1 erforderlich. Der Mouvement Ecologique ist vom Erziehungsministerium als “Organisateur de cours de formation professionnelle continue” anerkannt. Teilnahme-Zertifikate können auf Anfrage ausgestellt werden.

Bei der Anmeldung erhalten Sie Informationen zur Überweisung des Teilnahmebetrages – 30.- Euro – sowie zum öffentlichen Transport zum Tagungsort sowie zu den Parkraummöglichkeiten


 

Der Vormittag und die Nachmittagsveranstaltung beleuchten die Thematik aus 2 verschiedenen Blickwinkeln:

 

  • Der Vormittag inspiriert durch konkrete Projekte, die in Luxemburg oder im Ausland bereits umgesetzt werden: Wie kann eine Gemeinde heute bereits aktiv werden? Was kann erreicht werden? Wie vorgehen? Konkrete Fallbeispiele machen Lust und Mut, heute sofort loszulegen und durch eine bessere Durchgrünung höhere Biodiversität und die Klimaadaptation gemeinsam denken zu können.
  • Der Nachmittag ist dem vertieften Fachaustausch und der konkreten Frage gewidmet, wie neben diesen sinnvollen Maßnahmen verschiedene generelle Planungsprozesse (PAG, PAP, Klimaadaptation, Naturpakt….) besser miteinander verzahnt werden können, so dass einerseits die Planung „vereinfacht“ wird und andererseits, Grünplanung und Klimaadaptation besser ineinandergreifen.
(c) Stadt Zürich

(c) Stadt Zürich

c-Animal-Aided-Design

c-Animal-Aided-Design

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immer mehr Gemeinden setzen sich intensiv mit der Frage auseinander, wie sie ihre Ortschaften besser durchgrünen können. Angesichts der Klimaerwärmung und der zunehmenden Überhitzung von Siedlungsräumen ist dies heute wichtiger denn je – sowohl für die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen als auch für Umwelt und Biodiversität. Gleichzeitig wächst der Druck, neuen Wohnraum zu schaffen. Vor diesem Hintergrund wird deutlich:

„Mehr Grün“ heute anlegen ist schlichtweg ein absolutes „Must“, damit unsere Ortschaften und Städte morgen noch lebenswert sind. Es gilt heute aktiv zu werden.

Auf nationaler Ebene existieren bereits zahlreiche Initiativen und Instrumente, die Gemeinden dabei unterstützen sollen – darunter Klimaadaptationsstrategie, Naturpakt, Klimapakt sowie Vorgaben aus dem Naturschutzgesetz. Parallel gilt es jedoch auch, bestehendes hochwertiges Grün im Siedlungsraum zu schützen, zu erhalten und gezielt weiterzuentwickeln.

Die zentrale Herausforderung bei der Durchgrünung besteht darin, diese verschiedenen Anforderungen zusammenzuführen

und Grünplanung, Klima- und Biodiversitätsschutz sowie Wohnraumentwicklung kohärent zu denken.

Das Seminar widmet sich deshalb der übergeordneten Frage, wie eine integrierte Grünplanung „aus einem Guss“ aussehen kann, die

  • Ortschaften resilienter gegenüber den Folgen des Klimawandels macht,
  • Die Natur in unseren Ortschaften erhält und schützt – die Durchgrünung voranbringt,
  • die Lebensqualität und das soziale Miteinander fördert,
  • und gleichzeitig mit der Schaffung von Wohnraum vereinbar

 

Vormittag: Inspiration aus luxemburgischen und ausländischen Praxisbeispielen

Anhand von konkreten praxisnahen Beispielen soll dargelegt werden:

  • Welche guten Beispiele gibt es bereits heute in Luxemburg zur Durchgrünung der Ortschaften?
  • Welche positiven Erfahrungen wurden gemacht? Auf welche Aspekte soll geachtet werden?
  • Wie gehen aber auch ausländische Gemeinden vor? Mit welchen Initiativen führen sie den Klima- und den Biodiversitätsschutz zusammen?
  • Wie kann Artenschutz in Bauprojekten reizvoll integriert werden?
  • Wie können die verschiedenen Initiativen – Naturpakt, Klimapakt, Klimaadaptation, Regeln des Naturschutzgesetzes ineinandergreifen und somit einen Beitrag zu Natur und Umwelt leisten und gleichzeitig die Arbeit der Gemeinden erleichtern?
  • Welche Initiativen sind auch auf nationaler Ebene erforderlich?

 

Nachmittag: Vertiefung und Workshop zur Umsetzung in die Planungspraxis

Der Nachmittag ist dem vertieften Fachaustausch gewidmet. Aufbauend auf den Impulsen des Vormittags wird erarbeitet, wie integrierte Grün- und Freiraumkonzepte entwickelt und wirksam in kommunale Planungsinstrumente (z. B. PAG, PAP) eingebettet werden können.

Ziel ist es, ökologische, klimatische und soziale Anforderungen kohärent zu verknüpfen, Synergien systematisch zu nutzen und gleichzeitig die Planungsprozesse für Gemeinden effizienter zu gestalten.

Im Fokus stehen dabei die aktuellen Herausforderungen der Gemeinden: Klimaanpassungsstrategie, neue Instrumente im Zuge der diskutierten Reform des Naturschutzgesetzes (u. a. couvert boisé), Vorgaben aus Naturpakt und Klimapakt sowie ein erheblicher Druck auf dem Wohnungsmarkt. Diese Vielzahl an parallelen Anforderungen erschwert eine strategische Gesamtplanung und bindet personelle Ressourcen.

Am Vormittag wurde gezeigt, dass eine Grünplanung im Einklang mit Natur und Klimaanpassung sehr wohl machbar ist. Doch trotzdem stellt sich vor dem Hintergrund der vielen Herausforderungen die zentrale Frage:

Wie können bestehende Instrumente zu einer integrierten Grün- und Freiraumplanung vereint werden und so verankert werden, dass Wirkung auf allen Ebenen erzielt und zugleich den Aufwand für Gemeinden reduziert wird?

Anschließend an einen Impulsvortrag, wird dies in einem in einem vertieften Austausch in einem Workshop gemeinsam besprochen werden.

Die Einladung finden Sie in den Downloads hier.

 

 

 

 

26.03.26