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Konferenz / Podiumsdiskussion: Biologische und regionale Produkte … auch in den Schulkantinen? Eine Illusion oder eine Realität in der nahen Zukunft?

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Mouvement Ecologique und Lëtzebuerger Landjugend a Jongbaueren laden herzlich zu einer Konferenz / Podiumsdiskussion zum folgenden Thema ein:

Biologische und regionale Produkte … auch in den Schulkantinen? Eine Illusion oder eine Realität in der nahen Zukunft?

 

Wann: Am Samstag, den 2. Juli 2022 um 14.00 Uhr auf der Foire Agricole“ in Ettelbrück

In Luxemburg soll, die für die Versorgung der Schulkantinen zuständige Dienststelle des Bildungsministeriums – Restopolis -, welche mehr als 45.000 Gerichte pro Tag an Schüler:innen und Lehrer:innen herausgibt, in eine Verwaltung umgestaltet werden. Der diesbezügliche Gesetzentwurf legt die Verantwortlichkeiten und Aufgaben dieser neuen Verwaltung fest. Er regelt aber leider nicht verbindlich, woher die Lebensmittel stammen und welche Qualität sie erfüllen müssen.

Würde das Gesetzesprojekt wie geplant verabschiedet, so würde dies eine verpasste Chance für die Luxemburger Landwirtschaft, aber auch den Biodiversitäts- und Klimaschutz darstellen. Die Nachfrage von Lebensmitteln in öffentlichen Kantinen kann und sollte in der Tat eine strategische Rolle bei der Ausrichtung der lokalen landwirtschaftlichen Produktion spielen. Viele junge Menschen verlangen zudem zunehmend nach biologischen und regionalen Produkten.

Die Nachfrage der öffentlichen Kantinen könnte die biologische regionale Landwirtschaft maßgeblich fördern. Ein wichtiger Punkt, sowohl aus Sicht des Klimaschutzes als auch aus Sicht der Biodiversität.

Die Wallonie wählt in der Gemeinschaftsverpflegung einen progressiveren Ansatz. Nach einem partizipativen Prozess, an dem mehr als 1.200 Akteure der verschiedenen Glieder der Lebensmittelkette sowie Bürger:innen teilnahmen, wurde die Strategie „Manger Demain – Vers un système alimentaire durable en Wallonie“ (Das Essen von morgen – Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Lebensmittelsystem in Wallonien) entwickelt. Diese Strategie hat als vorrangiges Thema die Umstellung der Kantinen auf ein nachhaltiges und lokal verankertes Lebensmittelangebot. Den Akteuren werden verschiedene Dienstleistungen angeboten, um sie bei ihren Projekten zu unterstützen: Vernetzung, rechtliche Unterstützung bei ihren Lastenheften, Schulungen, etc.

 

Ablauf der Veranstaltung: 

Die Projektverantwortlichen – Marie Legrain (Koordinatorin) und Lyse Bauduin (Kantinenbegleiterin in der Provinz Luxemburg) – werden den Rahmen der wallonischen Strategie und ihren „Green Deal Nachhaltige Kantinen“ vorstellen und insbesondere auf folgende Punkte eingehen:

–           Was verbirgt sich hinter dem Konzept „Green Deal Nachhaltige Kantinen“?

–           Welche Vorteile ergeben sich für Landwirte, Schulen, die Ökologie und das Wohlbefinden?

 

Anschliessend Podiumsdiskussion mit:

–           Gerber van Vliet, Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung

–           Gilles Altmann, Sicona, Koordinator „Natur genéissen“

–           Luc Emering, Vorsitzender der Lëtzebuerger Landjugend a Jongbaueren.

–           Jacques Pir, Mouvement Ecologique.

 

Im Rahmen dieses Rundtischgesprächs werden unter anderem folgende Fragen diskutiert:

–           Könnte die Wallonie als Inspiration für Luxemburg dienen?

–           Wie kann der Anteil an biologischen und regionalen Produkten in der Schulverpflegung schrittweise erhöht werden?

–           Wie kann eine gezielte Produktion der Landwirtschaft in diese Richtung sichergestellt und ein geeigneter Planungsrahmen für die Landwirte geschaffen werden?

–           Könnte der Gesetzentwurf im Lichte dieser Überlegungen noch verbessert werden?

 

Der Vortrag der Vertreterinnen von „Manger demain“ findet in französischer Sprache statt. Eine Übersetzung ist sichergestellt.

 

Die Einladung finden Sie im Download.

 

 

22.06.22