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Cattenom noch gefährlicher als Fessenheim – EU-Stresstest bekräftigt alle Bedenken gegenüber Atomzentralen!

Obwohl der offizielle Veröffentlichungstermin noch aussteht, wurden schon jetzt viele Informationen zu den Ergebnissen der europäischen Stresstests für Atomreaktoren bekannt.

Und es zeigt sich einmal mehr, dass die Situation, rund 18 Monate nach der Katastrophe in Fukushima, auch in Europa allen Grund zur Sorge gibt.

Nach Presseinformationen u.a. der französischen Zeitung „Le Figaro“ stellte sich z.B. heraus, dass alle 58 französischen Atomreaktoren teils gravierende Sicherheitsmängel aufweisen.  4 französische Atomzentralen, darunter  die nahe an der luxemburgischen Grenze liegenden Cattenom und Chooz, wurden von den europäischen Experten nochmals gesondert unter die Lupe genommen.

Dabei stellte sich heraus, dass die Kritikpunkte an Cattenom z.B. noch zahlreicher sind als an der – viel älteren – Zentrale von Fessenheim im Elsass, welche ja bis spätestens2016 geschlossen werden soll.

Anderen Quellen nach sollen auch die belgischen Atomzentralen von Tihange und Doel zahlreiche Sicherheitsmängel aufweisen.

Es ist nun definitiv an der Zeit, diesem Spiel mit dem Leben von Millionen Menschen in Europa ein Ende zu bereiten. Diese Atomkraftwerke gehören ein für alle Mal geschlossen!

Erneut richtet der Mouvement Ecologique deshalb einen Appell an die Luxemburger Regierung,

  • sich sowohl auf bilateraler wie europäischer Ebene konsequent für die Schließung der Atomkraftwerke Cattenom/Chooz/Fessenheim (F), Tihange/Doel (B) und Biblis/Philippsburg (D)einzusetzen;
  • die Zivilgesellschaft ohne Aufschub über den Stand der Dinge zu informieren, u.a. betreffend die Gutachten, inwiefern Luxemburg auf juristischer Ebene eine Verlängerung der Laufzeit von Cattenom verhindern könnte.

Wenn die Atomzentrale von Fessenheim  2016 vom Netz gehen kann, dann muss dies auch für Cattenom gegenüber der französischen Regierung durchgesetzt werden. Eine Verlängerung der Laufzeit dieser  tagtäglichen Gefahr  für Mensch und Umwelt wäre inakzeptabel!

 

Erscheinungsdatum: 02.10.2012
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