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„Naturschutzfleesch“: Neues Label erhöht den Wirwarr für den Verbaucher und bremst Bio-Bauern aus

Angesichts der verwirrenden Vielfalt an Luxemburger Labels im Lebensmittelbereich, wurde deren Vereinfachung und Harmonisierung im Koalitionsabkommen der jetzigen Regierung  als Ziel festgehalten.

Die heutige unübersichtliche Anzahl an Labels führt dazu, dass kaum noch ein Kunde weiss, welche Qualitätskriterien mit den einzelnen Labels verbunden sind. Dabei ist doch gerade das Ziel eines Labels respektiv Qualitätszeichens, Vertrauen zum Produkt zu schaffen und den Kunden bei seinem Kaufverhalten zu orientieren.

Bis dato wird jedoch leider nicht an der Umsetzung dieser Vorgabe des Koalitionsabkommens gearbeitet. Im Gegenteil: das Nachhaltigkeitsministerium resp. die Natur- und Forstverwaltung hat rezent ein neues zusätzliches Label eingeführt und investiert somit Arbeitszeit und Steuergelder, die wohl an anderer Stellen dringender benötigt würden. Dieses Label soll nun (sogar) von zwei Ministern im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz im Verlauf der „Foire agricole“ vorgestellt werden! Eine bemerkenswerte Tatsache, da es bis dato kaum eine gemeinsame Pressekonferenz zu grundsätzlicheren Fragen von Naturschutz und Landwirtschaft gab…

Bio-Landbau Lëtzebuerg, Mouvement Ecologique sowie natur&ëmwelt hinterfragen das neue Label sehr kritisch und wandten sich in einem offenen Brief an die zuständigen Minister.