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En neit Gesiicht fir den Zentrum vu Miersch

Lebendige Ortskerne, die verkehrsberuhigt sind und attraktive Aufenthaltsplätze anbieten, sind zentral für das Leben in einer Gemeinde.

Trotzdem möchte der Mouvement Ecologique folgende weitere Überlegungen in die Debatte einbringen:

Neue Wege in der Siedlungsentwicklung einschlagen:

Es wäre sinnvoll, über die generelle Planung hinaus auch neue Formen der Siedlungsentwicklung zu gehen:

  • das Prinzip der Baugemeinschaft fördern, d.h. ein Zusammenschluss von BürgerInnen, die ,,ihre” Siedlung planen, statt dass dies den Promotoren überlassen wird. Dieses Modell wird auch von der Regierung unterstützt und könnte exemplarisch in Mersch angewandt werden. Der Gemeinde kommt hier eine steuerende Funktion zu.
  • neue Formen der Siedlungsgestaltung zulassen: das Konzept des ,,Wohnen ohne Auto”, der Mehrgenerationenhäuser, des ,,bail emphythéotique” … sind zukunftsweisende Ideen, um nicht immer ,,klassische Siedlungen” anzulegen. Solche Modelle drängen sich im Kern von Mersch auf. Die Gemeinde sollte festlegen, dass gerade jene Bau,,herren”, die derartige neue Wege begehen wollen, verstärkt seitens der Gemeinde unterstützt werden.
  • Ökologische Bauweisen unterstützen: die neuen Projekte könnten zudem modellhaft aus energetischer Sicht, betreffend die Baumaterialien und die Durchgrünung konzipiert werden.

 

Das Dossier des Agrarzentrums vorantreiben!

Neben dem so wichtigen Projekt der Entwicklung des Ortskerns sollte man aber auch das Areal um das Agrarzenter nicht vergessen. Es ist leider recht ruhig um dieses so wichtige Dossier geworden. Es wäre an der Zeit, dass die Gemeinde und das zuständige Ministerium, die BürgerInnen ausführlicher über den Stand der Planungen informiert. Woran scheitert derzeit eine dynamischere Fortentwicklung der angedachten Projekte?

 

Jede Entwicklung in den Kontext des gesamten Bebauungsplanes setzen

Letztendlich wird jedes einzelne Projekt vom Gesamtbebauungsplan geprägt, der derzeit erstellt wird. Die Gemeinde hat hier positiverweise zum Teil die BürgerInnen eingebunden. Es wäre aber an der Zeit, diese Beteiligung noch konkreter zu gestalten: welches ist die Gesamtentwicklung, die für die Gemeinde angestrebt wird? Wie stark soll die Bevölkerung anwachsen? Wie soll die sanfte Mobilität sowie der öffentliche Transport gefördert werden? Wie soll die Straßengestaltung verbessert, wo Tempo 30

Areale errichtet werden (Gemeinden wie Bartringen z.B. haben den shared space – d.h. eine Art «Begegnungsstätte, wo die verschiedenen VerkehrsteilnehmerInnen sich ohne Verkehrsschilder «einigen» – eingeführt). Es wäre an der Zeit, diese und andere Fragen mit den BürgerInnen weiter zu besprechen.

Die Gemeindeverantwortlichen haben demnach die einmalige Chance, den Ortskern von Mersch und das Areal des Agrarzentrums in Bahnhofsnähe zukunftsweisend zu entwickeln. Erste positive Akzente wurden gesetzt: jetzt gilt es, sie gemeinsam mit den BürgerInnen in die Tat umzusetzen.