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Start der Europäischen Bürgerinitiative für ein Glyphosat-Verbot

Eine breite Koalition von europäischen Nichtregierungsorganisationen startet heute die Europäische Bürgerinitiative (EBI) für ein Verbot des Herbizids Glyphosat. Die EBI wird von 38 Organisationen in 15 Ländern unterstützt. Die Umwelt- und Gesundheitsschutzorganisationen fordern die Europäische Kommission auf, Glyphosat zu verbieten, das Pestizid-Genehmigungsverfahren zu reformieren und verbindliche Reduktionsziele für die Verwendung von Pestiziden in der EU festzulegen. In Luxemburg rufen Greenpeace, Mouvement Ecologique und natur&ëmwelt a.s.b.l. die Bürgerinnen und Bürger auf, die Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat zu unterstützen.

„Glyphosat ist das weltweit meist verwendete Herbizid.  Rückstände des Herbizids werden in Lebensmitteln, Getränken und sogar im Urin der Menschen gefunden. Die Weltgesundheitsorganisation stuft Glyphosat als Substanz ein, die im Verdacht steht, beim Menschen krebserregend zu sein. Und dennoch wurde seine Verwendung bislang nicht verboten“, erklärt Martina Holbach. Campaigner bei Greenpeace Luxemburg. „Das ist inakzeptabel. Der Schutz unserer Gesundheit und Umwelt muss über den Profitinteressen der Agrochemie-Industrie stehen.“

„Dieses Jahr haben wir eine echte Chance, Glyphosat endlich von unseren Feldern und von unseren Tellern zu verbannen. Ende des Jahres läuft die Zulassung dieses gefährlichen Herbizids aus und die erneute Zulassung muss unbedingt verhindert werden“, erklärt Roger Dammé, Verantwortlicher beim Mouvement Ecologique für das Dossier Pestizide. „Unsere Politiker müssen unsere Botschaft jetzt laut und deutlich hören. Sie müssen die Bürger und die Umwelt schützen, indem sie dieses gefährliche Unkrautvernichtungsmittel verbieten und den Weg in die pestizidfreie Zukunft ebnen.“

„Das Verbot von Glyphosat darf nicht zu einer erhöhten Verwendung anderer chemischer Herbizide führen. Deshalb fordert die EBI die EU-Kommission auf, ehrgeizige Reduktionsziele für die Verwendung von Pestiziden vorzuschlagen“, erläutert Roby Biwer, Präsident von natur&ëmwelt a.s.b.l. „Die Bio-Landwirtschaft und andere innovative landwirtschaftliche Methoden beweisen, dass Herbizide in der nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion nicht benötigt werden.“

Die Europäische Bürgerinitiative ermöglicht es den Bürger und Bürgerinnen in Europa, sich direkt an politischen Entscheidungen zu beteiligen. Sobald eine Million Menschen die Initiative unterstützt haben, wird die Europäische Kommission aufgefordert, einen Gesetzesvorschlag zu unterbreiten, um Glyphosat in Europa zu stoppen. Die erforderlichen Unterschriften für die Bürgerinitiative müssen innerhalb eines Jahr gesammelt werden.

 

Die Europäische Bürgerinitiative kann hier (klicken) unterzeichnet werden

 

Die detaillierte Pressemitteilung finden Sie in den Downloads

 

Weitere Informationen:

Martina Holbach, Greenpeace, Tel. 54 62 52 24 / 621 23 33 62

Blanche Weber, Mouvement Ecologique, Tel. 43 90 3031

François Benoy, natur&ëmwelt a.s.b.l., Tel. 29 04 04 1

 

Publication date: 08.02.2017
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