Wirtschaft
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Rückblick auf die Konferenz: Ist wirtschaftliches Wachstum mit nachhaltiger Entwicklung vereinbar?

Der Mouvement Ecologique und das OekoZenter Letzebuerg in Zusammenarbeit mit Caritas Luxembourg, dem Centre de Pastorale en Monde du Travail sowie dem Institut Européen pour l’Economie Solidaire luden am Mittwoch, den 16. Februar 2011 zu einem besonders aufschlussreichen Vortrag ein. Rund 70 Gäste waren zu dieser sehr interessanten Veranstaltung erschienen. Redner war der Ökonom Prof. Dr. Niko Paech von der Universität Oldenburg, der in sehr dynamischer Art und Weise über wirtschaftliches Wachstum und nachhaltige Entwicklung referierte.

Der Vortrag von Dr. Paech war in dem Sinne bemerkenswert, da er sehr anschaulich darlegte, dass ein ökonomisches „weiter wie bisher“ schlichtweg nicht möglich ist. Unser Planet verfügt weder über die Ressourcen, um den heutigen Konsum fortzuführen… noch wird es möglich sein, bei abnehmenden Ölquellen unseren (steigenden) Energiehunger zu stillen. In aller Sachlichkeit legte Dr. Paech deshalb dar, dass ein fundamentales Umdenken notwendig ist. Es sei auch nicht getan, „ökologischer zu konsummieren“, bei steigendem Konsum würden trotzdem die Grenzen des Planeten gesprengt.

Dabei hinterfragte er in aller Deutlichkeit den Stellenwert des materiellen Konsums: scheinbar würde der Freiheitsbegriff in unserer Gesellschaft so definiert, als ob es vor allem um „Freiheit auf Konsum“ ginge… Jedweder Eingriff in unseren hohen Konsum würde scheinbar als untragbaren Eingriff empfunden. Dies sei ein erhebliches Dilemma: ohne Umdenken keine nachhaltige Entwicklung … aber Einschnitte werden als problematisch empfunden.

Dabei hob Dr. Paech die Analysen hervor welche aufzeigen, dass ab einem gewissen Lebensstandard die weitere Anhäufung von materiellen Gütern nicht glücklicher machen würde. Im Gegenteil: Konsum ist ein Zeiträuber, dabei ist Zeit doch mit das kostbarste Gut …

Im letzten Teil seines Vortrages stellte Dr. Paech seine Theorie des Postökonomischen Wachstums dar. Diese beruht vor allem auch auf dem Infragestellung des „Zinsprinzips“, dem Konzept der Regionalisierung, des Vorlebens und Verwirklichen von zukunftsweisenden Projekten u.a.m.

Neugierig geworden, wie diese Visionen genauer aussehen? Dann schauen Sie rein in die Beiträge von Dr. Paech.

 

Erscheinungsdatum: 22.02.2011
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