• Print Friendly


Klimawandel: Eine weitere Gefahr für unseren Wald?

Wie damit umgehen? Welche Konzepte & Strategien entwickeln?

Der Mouvement Ecologique und die Luxemburger Förstervereinigung laden herzlich zu diesem Vortrag ein am Donnerstag, den 5. Dezember 2019 um 20:00 Uhr im Hotel Parc Belle-Vue, 5, av. Marie-Thérèse, Luxemburg

Unsere Wälder erfüllen eine Vielfalt von Wohlfahrtsleistungen: als “grüne Lunge” produzieren sie Sauerstoff und absorbieren CO2; sie sollen dabei das lokale Klima verbessern, einen Garant für den Grundwasser- und Erosionsschutz darstellen; einen Erholungsraum für die zunehmend gestressten Menschen bieten; ein Hort der Biodiversität sein… und noch dazu als Holzlieferant einen ökonomischen Beitrag leisten.

Zwar stehen die Wälder seit jeher unter erheblichem Druck, doch dieser scheint in den vergangenen Jahren auf gerade zu erschreckende Art und Weise zuzunehmen. Nicht zuletzt steht dabei die doch recht stark ausgeprägte Funktion des Waldes als Holzlieferant – verbunden mit dem stetigen Optimierungsdruck – in einem gewissen Widerspruch zum nachhaltigen Waldökosytemmanagement. In einer Welt, in der der Wert einer Sache oftmals nur am Preis bemessen wird, orientiert sich die Gesellschaft leider allzu gerne nur am Preis des Holzes. Die Werte aller weiteren Ökosystemleistungen fließen kaum in das ökonomische Kalkül ein.

Verschärft wird diese Situation noch in äußerst erschreckendem Ausmaß durch die Auswirkungen des globalen Klimawandels. Angesichts der damit verbundenen starken Zunahme von Schäden (auch in den naturnahen Buchen- und Eichenwäldern) in Folge der extrem trockenen und heißen Sommer stellt sich die Frage, welche Prioritäten in der Forstwirtschaft zu setzen sind. Muss der Mensch nun noch stärker in den Wald eingreifen, um ihn klimawandeltauglich zu machen, oder geht es vielmehr um die Stärkung der Selbstregulationskräfte des Ökosystems?

Prof. Dr. Ibisch ist ein ausgewiesener Experte für diesen Themenbereich und wird – sowohl für interessierte Laien als auch für Forstleute – auf anschauliche Art und Weise, die Herausforderungen darstellen und Lösungswege für die Waldgestion von morgen aufzeigen.

Carole Dieschbourg, Ministerin für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung wird an der Konferenz teilnehmen.

 

Der Referent

Prof. Dr. L. Ibisch ist Professor für Naturschutz an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde, wo er auch eine Forschungsprofessur für ökosystembasierte nachhaltige Entwicklung innehat. Er verfügt über umfassende Erfahrungen in der internationalen Forschung und hat Projekte und Missionen in Europa, Asien, Afrika und vor allem in Lateinamerika geleitet, wo er auch fast 10 Jahre lang gearbeitet und gelebt hat. Er ist Mitbegründer des Centre for Econics and Ecosystem Management (Fachbereich Wald und Umwelt).

Pierre Ibisch war aktiv an der Einrichtung des grenzüberschreitenden UNESCO-Weltkulturerbe-Gebietes «Alte und urzeitliche Buchenwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas» sowie an der Schaffung des ersten asiatischen grenzüberschreitenden Biosphärenreservates im Altai-Gebirge beteiligt.

Seine derzeitigen Projekte werden sowohl auf lokaler wie auch auf globaler Ebene ausgeführt.

Erscheinungsdatum: 04.11.2019
Zurück